Gemeinschaftsschule

Ab der 5. Klasse besuchen die Schülerinnen und Schüler der Paula Fürst Schule die Gemeinschaftsschule (GMS), sie ist als → Ganztagesschule mit Kernunterrichtszeiten organisiert.
Die Gemeinschaftsschule wurde als eine Alternative zum dreigliedrigen Schulsystem in Baden-Württemberg eingeführt und stellt eine eigenständige Schulform dar.

Der konzeptionelle Hintergrund der GMS entspricht weitgehend dem Gründungsgedanken der Paula Fürst Schule: Sie trägt zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei, alle Schulabschlüsse bis hin zum allgemeinbildenden Abitur sind möglich.

Die GMS bietet alle Bildungsstandards an, so dass alle Schülerinnen und Schüler nach ihren individuellen Voraussetzungen lernen können.

Nach der 10. Klasse der GMS ist ein fließender Übergang in die gymnasiale Oberstufe der Paula Fürst Schule möglich.

 

Ganztagesschule

Die Gemeinschaftsschule der Paula Fürst Schule ist als Ganztagesschule mit Kernunterrichtszeiten von 8.15 – 15.30 Uhr organisiert. Den Klassenstufen entsprechend werden an bis zu drei Nachmittagen betreute Übzeiten angeboten. Hier können die Schülerinnen und Schüler, die auch nach dem Unterricht an der Schule bleiben ihre Hausaufgaben erledigen.
In der Mittagspause von 13.15 – 14.00 Uhr essen die Schülerinnen und Schüler in der schuleigenen Mensa und nutzen die verschiedenen Pausenangebote der Schule. Außerhalb der Unterrichtszeiten können die verschiedenen Betreuungs- und Freizeitangebote in der Zeit von 7:00 – 18:00 Uhr genutzt werden.
Die Betreuungszeiten werden individuell vereinbart und können auch während des laufenden Schuljahres nach Bedarf angepasst werden

Tagesablauf

07:00 – 08:00   Frühbetreuung mit Frühstücksmöglichkeit (bis 7.30 Uhr)
08:00 – 08:15   Ankommenszeit in den Klassenräumen
08:15 – 09:00   Fachunterricht und Lernlaborarbeit
09:00 – 09:45   Fachunterricht und Lernlaborarbeit
09:45 – 10:00   Frühstückspause (Klasse 4 – 6)  und Bewegungspause (Klasse 7 – 10)
10:00 – 10:45   Fachunterricht und Lernlaborarbeit
10:45 – 11.30   Fachunterricht und Lernlaborarbeit
11.30 – 11:45   Frühstückspause (Klasse 7 – 10) und Bewegungspause (Klasse 4 – 6)
11:45 – 12.30   Fachunterricht und Lernlaborarbeit
12:30 – 13:15   Fachunterricht und Lernlaborarbeit
13:15 – 14.00   Mittagspause mit Mensabetrieb
14:00 – 14:45   Fachunterricht, Lernlaborarbeit und AG´s
14:45 – 15:30   Fachunterricht, Lernlaborarbeit und AG´s
15:30 – 18:00   Freizeitangebote

Konzeptionelle Besonderheiten

  • „Intensivförderung in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch“
    Im Fachunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden die Schülerinnen und Schüler durchgängig von zwei Lehrkräften unterrichtet. Dies ermöglicht eine gezielte Differenzierung, die Bildung überschaubarer Lerngruppen und eine individuelle Förderung.
  • „Lernlabor“
    In den Lernlaborstunden arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit einem Wochenplan. Die Arbeit mit den Wochenplänen ist in verschiedenen Fächern mit dem Fachunterricht verknüpft, auch die Arbeit an Projekten und zusätzlichen Lernangeboten wird zum Teil über den Wochenplan koordiniert. Die häufig doppelt besetzte Lernbegleitung im Rahmen der Lernlaborarbeit erfolgt zu großen Teilen durch die Fachlehrer, ergänzend werden die Schülerinnen und Schüler vom Klassenlehrer und dem Bezugspädagogen im Rahmen der Lernlaborarbeit begleitet.
  • „Bilanzgespräche“
    Im Rahmen von dokumentierten Bilanzgesprächen werden die Lern- und Arbeitsfortschritte der Schülerinnen und Schüler reflektiert und Zielvereinbarungen für die weiterführenden Lernaktivitäten formuliert.
  • „Gymnasiale Oberstufe“
    Seit dem Schuljahr 2012/2013 hat die Paula Fürst Schule ihr Bildungsangebot um eine gymnasiale Oberstufe erweitert, die analog zum G9-Gymnasium zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) führt. Sie besteht aus einer einjährigen Brückenklasse (11. Klassenstufe) und einer daran anschließenden zweijährigen Kursstufe. Die inhaltliche Ausrichtung der gymnasialen Oberstufe knüpft an die Lerninhalte und Lernerfahrungen der Sekundarstufe I und das pädagogische Konzept der Paula Fürst Schule an.
  • „AGs“
    An verschiedenen Wochentagen werden AG´s angeboten. Neben langfristig organisierten AG´s, wie z.B. der Theater-AG, werden auch wechselnde mehrwöchige AG´s angeboten.
  • „Medienbildung und Informationstechnische Grundbildung (ITG)“
    Im Rahmen des Medienbildungsunterrichts werden die Schülerinnen und Schüler an den sinnvollen Umgang mit Medien herangeführt und erlernen Grundlagen für die Arbeit mit dem Computer, verschiedenen Programmen und Anwendungen sowie der Nutzung des Internets. Grundlage für die Arbeit in den verschiedenen Klassenstufen bilden dabei die entsprechenden Vorgaben zur Medienbildung (z.B. Basiskurs Medienbildung).
  • „Soziales Lernen“
    Soziales Lernen ist in allen Klassenstufen als Unterrichtsfach im Stundenplan fest verankert und wird durch den Bezugspädagogen geleitet. Es gibt allgemeine Module, die in dieser Stunde mit der Klasse thematisiert werden. Einen wesentlichen Bestandteil bilden auch die Themen, die von den Schülern/ Schülerinnen und Schülern eingebracht werden.
  • „Elternsprechtage“
    Im Verlauf des Schuljahrs finden an drei festgelegten Zeitpunkten Elternsprechtage statt. Der erste Elternsprechtag Mitte des ersten Schulhalbjahrs bietet die Möglichkeit für einen ersten Austausch zum Schuljahresstart. Der zweite Elternsprechtag Mitte des Schuljahres bietet die Möglichkeit zu Halbjahresgesprächen auf Grundlage der Lernberichte zum Halbjahr. Der dritte Elternsprechtag Mitte des zweiten Schulhalbjahrs dient zum Austausch im Hinblick auf den Schuljahresabschluss und das folgende Schuljahr.
  • „Französisch“
    Ab der Klassenstufe 6 der Gemeinschaftsschule wird Französisch als 2. Fremdsprache angeboten. Französisch als 2. Fremdsprache an der Gemeinschaftsschule kann nur zum Beginn der Klassenstufe 6 und nicht zu einem späteren Zeitpunkt im Verlauf der Sekundarstufe I begonnen werden. Ein Nachholen der 2. Fremdsprache ist in der Gymnasialen Oberstufe möglich.
  • „Technik“
    Schülerinnen und Schüler, die nicht am Französisch als 2.Fremdsprache gewählt haben nehmen ab der Klassenstufe 7 verbindlich am Technikunterricht teil. Ein Nachholen der 2. Fremdsprache ist in der Gymnasialen Oberstufe möglich.
  • „Französisch- und Technik-Brückenkurs“
    In der Klassenstufe 5 wird das Fach Französisch, in der Klassenstufe 6 das Fach Technik in der Regel in Form eines Brückenkurses im Umfang von einer Wochenstunde angeboten.

Elternsprechtage

Im Verlauf des Schuljahrs finden drei festgelegte Elternsprechtage statt. Der 1. Elternsprechtag nach den Herbstferien bietet die Möglichkeit für einen ersten Austausch zum Schuljahresstart. Der 2. Elternsprechtag in der Mitte des Schuljahres bietet die Möglichkeit zu Gesprächen auf Grundlage der Lernentwicklungsberichte zum Halbjahr. Der 3.Elternsprechtag zwischen den Osterferien und den Pfingstferien dient zum Austausch im Hinblick auf das Schuljahresende und das folgende Schuljahr.

Arbeit im pädagogischen Team

Das pädagogische Team der Schule besteht aus qualifizierten Lehrkräften und Sozialpädagogen, die neben ihrer Grundqualifikation über verschiedenen Zusatzausbildungen verfügen. Unterricht und Betreuung werden durch dieses Gesamtteam getragen und sind durch gemeinsames Arbeiten sowie durch Besprechungen und Abstimmungen eng miteinander vernetzt. Jeder Klasse ist neben dem Klassenlehrer oder der Klassenlehrerin ein fester Bezugspädagoge oder eine feste Bezugspädagogin zugeordnet. Die selbstständige Arbeit im Rahmen des Lernlabors wird an 1-2 Tagen pro Woche zusätzlich zur Lehrkraft durch den Bezugspädagogen oder die Bezugspädagogin der Klasse begleitet. Dieser führt auch den Unterricht im „Sozialen Lernen“ durch.

Häufig gestellte Fragen:

Ist die Gemeinschaftsschule der PFS schon genehmigt?
Die Gemeinschaftsschule der PFS ist staatlich anerkannte Gemeinschaftsschule.

Welche Schulabschlüsse sind in der Gemeinschaftsschule der PFS möglich?
Da die Paula Fürst Schule sowohl die Sekundarstufe I als auch die Gymnasiale Oberstufe anbietet sind alle Schulabschlüsse bei entsprechenden Leistungen möglich.

Nach welchen Bildungsplänen arbeitet die Gemeinschaftsschule?
Die Gemeinschaftsschulen arbeiten mit dem schulartübergreifenden Bildungsplan 2016. Alle verschiedenen Leistungsniveaus (Werkrealschule – Realschule – Gymnasium) werden dabei ausdrücklich beachtet.

Wie ist ein Schulwechsel an eine andere Schule möglich?
Da die Gemeinschaftsschule die nationalen Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz als Voraussetzung hat, ist ein Wechsel aus der Gemeinschaftsschule an jede andere allgemein bildende Schule in Baden-Württemberg und Deutschland grundsätzlich jederzeit möglich. Dies gilt auch und insbesondere für den Wechsel an ein Gymnasium.

Welche Lehrkräfte unterrichten an der Gemeinschaftsschule?
An der Gemeinschaftsschule unterrichten Lehrkräfte aller Schularten. Mit dem Ausbau der Gemeinschaftsschule werden insbesondere Gymnasiallehrer in der Sekundarstufe I eingestellt.

Wie sieht die Notengebung an der Gemeinschaftsschule aus?
Grundsätzlich erfolgt eine Rückmeldung in Form von Lernentwicklungsberichten (LEB). Diese enthalten Selbsteinschätzungen der Schülerinnen und Schüler (im Rahmen des schuleigenen Zeugniskonzepts) und Lehrer- und Pädagogenrückmeldungen zu den verschiedenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen (im Speziellen auch zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler). Die LEB weisen ergänzend das schulartsbezogene Leistungsniveau aus und können auf Elternwunsch um Notenauskünfte ergänzt werden. Abgangs- und Abschlusszeugnisse sind grundsätzlich Notenzeugnisse.

links:
www.gemeinschaftsschule-bw.de
www.schule-bw.de/schularten/gemeinschaftsschule